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  • Thomas

Beachte diese Punkte beim Start auf Amazon

Bevor du dich dafür entscheidest auf Amazon zu verkaufen gibt es so einige Punkte, die du berücksichtigen solltest. Denn Chancen stehen auch fast immer Risiken gegenüber, die du unbedingt miteinbeziehen musst. Der beste Weg ist daher, erstmal unsere Checkliste abzuarbeiten und ausführlich zu evaluieren.




1. Die Produktanalyse


Eines vorweg – dein Produkt ist deine Visitenkarte für den Erfolg. Außer du bietest ein komplett neuartiges Produkt an, stehen die Chancen gut, dass bereits zig andere Händler dein Produkt anbieten. Stell dir daher zuallererst diese Fragen:


- Welche Produkte willst du über den Amazon Marktplatz verkaufen?

- Was ist deine USP (Alleinstellungsmerkmal) und kann ich eventuell eine USP ausarbeiten?


o Deine USP muss nicht immer direkt das Produkt betreffen! Es kann auch deine Marke sein, die das Produkt besonders macht. Auf Amazon gibt es viele Händler, die Produkte ohne Branding einfach direkt aus Asien gesourced verkaufen. Wieso? Weil Sie schnell zu hohen Umsätzen kommen wollen ohne große Arbeit zu investieren. Und genau das kann deine Chance sein. Hast du eine Eigenmarke, die für Werte und Eigenschaften steht? Dann kann das deine USP werden und dich fundamental von der Konkurrenz absetzen.



- Ist deine Verpackung optimiert?


o Der Fall ist speziell für Amazon FBA gedacht, wo du deine Produkte an Amazon sendest und Amazon diese für dich zum Kunden bringt. Je platzsparender die Verpackung, desto geringer sind die Lagerkosten und desto weniger Versandkosten zahlst du. Was dir meist keiner von Amazon zu FBA sagt: Du zahlst auch die vollen Versandkosten für den Rückversand, sollte ein Kunde dein Produkt retournieren. Und das kann bei hohen Retouren schnell unrentabel werden.


- Welche Verkaufsargumente hast du für dein Produkt?


o Bietest du deinen potenziellen Kunden mit deinem Produkt einen tatsächlichen Mehrwert? Erleichterst du Ihnen den Alltag damit? Dann hast du meist gute Chancen mit deinem Produkt erfolgreich zu sein.



2. Konkurrenzanalyse


Wie du im ersten Punkt vielleicht schon erahnen konntest, ist Konkurrenz eines der Hauptthemen beim Verkauf auf Amazon.


Es gibt Millionen von Online Händlern, darunter Konzerne, Mittelständler, Kleine Firmen und Privatpersonen – jeder kann auf Amazon Verkaufen. Alles was man braucht ist ein Seller Central Account.


Daher ist dementsprechend auch das Konkurrenzaufkommen bei Amazon in vielen Bereichen enorm. Rund 3.300 Händler kommen täglich auf den Amazon Marktplätzen dazu. Deswegen solltest du dich fragen: „Wieso ausgerechnet ich und mein Unternehmen - was können wir besser?“


Trotzdem solltest du nicht abgeschreckt sein auf Amazon zu verkaufen, denn wie bereits erwähnt stehen im Umkehrschluss Risiken auch immer Chancen gegenüber. Stell dir jedoch bei der Konkurrenzanalyse diese Fragen:


- Wer sind deine Konkurrenten?

- Was kannst du besser als deine Konkurrenten?

- In welcher Kategorie listen deune Konkurrenten das Produkt?

- Zu welchen Preisen bietet die Konkurrenz an?



3. Zielgruppendefinition


Ein anderer wichtiger Punkt ist es, deine Zielgruppe zu definieren. Und so banal es klingen mag, seine Zielgruppe exakt zu kennen erspart einem viel Ärger und speziell in Sachen Werbung auch Geld. Und mit Zielgruppe ist z.B. nicht gemeint „Mütter“, sondern viel mehr „Mütter, zwischen 18 und 35 Jahre, Raum Deutschland, Abitur und Hochschulabschluss, sportlich“. Je genauer du die Zielgruppe definieren kannst desto besser.


Wie man das Ganze anhand von gezielter Werbung herausfinden kann?

Das verraten wir dir gerne bei einem Gespräch!


Stell dir aber für deine Amazon Zielgruppe folgende Fragen:


- Wer ist deine Zielgruppe? (Mütter, zwischen 18 und 35 Jahre, …)

- Warum sucht deine Zielgruppe nach dem Produkt? (Bedarf vs. Verlangen)

- Wann sucht deine Zielgruppe nach dem Produkt? (Stichwort Saisonalität)

- Wie sucht die Zielgruppe nach dem Produkt? (Organische Suche oder direkt über Amazon)

- Welchen Preis ist deine Zielgruppe bereit zu zahlen? (Penetrationspreisstrategie vs. Skimming Strategie)



5. Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Listing Optimierung


Ein Thema, mit dem sich zu wenige Händler auf Amazon beschäftigen und sich dadurch einiges an Umsatz entgehen lassen. Es reicht nicht aus, einfach nur ein Listing zu erstellen und ein paar nette Texte zu schreiben. Hier gilt „Wer optimiert, gewinnt“. Wir geben dir einen kurzen Überblick über die wichtigsten Punkte, die du beachten solltest:


Listing-Struktur


Bei allen Listings solltest du die gleiche Struktur beibehalten und nicht von Listing zu Listing komplett unterschiedliche Aufbauten wählen.


Mobile First Strategie


Stell sicher, dass deine Listings auf Smartphones optimal dargestellt werden. In der Online Welt gilt mittlerweile eine „Mobile First Strategy“, behalte das immer im Hinterkopf. Darauf legen die Bots, die deine Listings crawlen sehr großen Wert.



Produkttitel


- Unbedingt 1-2 Keywords in den Titel, diese werden am höchsten bewertet

- Halte dich an den Amazon Styleguide, um mögliche Sperrungen von Listings oder Accounts zu verhindern

- 150-200 Zeichen, um Handyoptimiert zu sein nur 80 Zeichen, sonst ist der Text abgeschnitten

- Layout-Beispiel: Produkt, + Größe/Gewicht/Durchmesser + Material + zusätzliche Features + Marke


Preis


- Regelmäßige Angebots- und Streichpreise in Betracht ziehen

- Der niedrigste Preis gewinnt nicht zwingend die Buy-Box

- Coupons und Rabatte nutzen, um Käufe und Bewertungen zu generieren

- Vorsicht bei starken Preisänderungen, kann schnell zu Sperrungen führen, oder dein Listing im Ranking nach hinten katapultieren


Produktbilder


- Produkttexte auf Bildern integrieren, steigert Conversions

- Produktbilder selbsterklärend darstellen

- Produktbilder nach Amazon Standards hochladen

o Ab 2. Bild kann etwas differenziert werden

- Bilder sollten 1000x1000 Pixel groß sein

- Produkt bedeckt 85% des Titelbildes

- Bis zu 9 Bilder pro Listing möglich (nutze das)


Vorsicht:


- Listings werden nicht nach Zeichen, sondern nach Bytes gemessen. Normalerweise ist ein Zeichen gleich ein Byte, aber Sonderzeichen oder Umlaute werden als zwei Bytes gezählt. Zudem wird das Leerzeichen mitgezählt.


Bulletpoints


- Maximal 200 Zeichen (Zeichen ausnutzen!!) – aber pro Punkt max. 15 Wörter

- 5 Bulletpoints möglich

- Points nach Wichtigkeit anordnen und roten Faden bilden


Hier wurden nur einige der wichtigen Punkte aufgelistet. Willst du mehr dazu erfahren? Kontaktiere uns gerne für ein Gespräch!



6. Rezensionen


Rezensionen bilden ein Fundament für die Kaufentscheidung deiner Kunden. Ebenso solltest du gut im Auge behalten, wie viele Rezensionen deine Konkurrenten auf ihre Produkte haben, um herauszufinden, ob du gegen diese bestehen kannst. Ein Kunde kauft lieber ein Produkt mit 100 Bewertungen, als ein Produkt ohne Bewertungen – das ist der einfache Vertrauensfaktor. Frage dich daher:


- Wie viele Bewertungen haben deine Konkurrenten?

- Was sagen diese Bewertungen aus (nur gute Bewertungen? Einige schlechte?)

- Wie kannst du schnell Bewertungen auf dein Produkt sammeln?

o Hierzu gibt es einige Möglichkeiten, aber Vorsicht, Fake-Bewertungen zu kaufen gehört nicht zu den Optionen, das sieht Amazon nicht gerne und das Unterfangen endet schnell in einer Listing- oder Account-Sperrung



7. Werbemaßnahmen


Werbekampagnen sollten nicht außer Acht gelassen werden, um deine Produkte in Szene zu setzen und einen gewissen Push zu verpassen. Amazon bietet hierzu verschiedene Möglichkeiten. Hier geht es für dich primär erstmal entweder um Sponsored Products oder Sponsored Brands.


Sponsored Products = Anzeigen für einzelne Produkt-Listings auf Amazon. Sie werden auf Suchergebnisseiten und Produktdetailseiten angezeigt, was helfen kann zu mehr Verkäufen und Produktsichtbarkeit beizutragen.


Sponsored Brands = stellen deine Marke und dein Produktportfolio vor. Mit deinem Markenlogo, einer benutzerdefinierten Überschrift und bis zu 3 deiner Produkte erscheinen diese Anzeigen in den Suchergebnissen (funktioniert nur mit Eigenmarke).


Beide Laufen über CPC (Cost per Click), das heißt du zahlst nur, wenn ein potenzieller Käufer auf deine Anzeige klickt (also zahlst du nicht für Impressionen).


Mit CPC-Anzeigen wie Sponsored Products bietest du den Höchstbetrag, den du zahlen möchtest, wenn ein Käufer auf eine Anzeige für dein Produkt klickt. Je wettbewerbsfähiger dein Gebot ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass deine Anzeige bei einer entsprechenden Käuferanfrage angezeigt wird.



8. Externer Traffic


Ein Thema, das häufig sehr stark unterschätzt wird, ist der externe Traffic, der Kunden direkt auf dein Amazon Produkt lenken soll. Aber nicht nur das, es ist auch ein gewisser Faktor, um Brand-Awareness und Trust-Building zu betreiben.


Mit einer eigenen, aussagekräftigen Homepage zu deinen Produkten kannst du Vertrauen bilden und deutlich mehr Conversions generieren.


Das gleiche gilt für Instagram und teilweise Facebook. Speziell Instagram ist perfekt für Brand-Awareness und Brand-Building. Du kannst darüber deine Zielgruppen definieren und diese mit deinen Produkten vertraut machen. Einblicke hinter die Kulissen oder gut verarbeitete Infos, welchen Mehrwert deine Produkte liefern, können ein richtiger Sales-Booster sein.


9. Amazon Gebühren


Wenn du auf Amazon verkaufen und deren Infrastruktur nutzen willst, bringt das Gebühren mit sich.


Ein professionelles Seller Central Konto kostet 39 Euro pro Monat, dazu kommen noch die Verkaufsgebühren. Die Gebühren können für manche Kategorien variieren, liegen jedoch unter normalen Umständen bei 15% des Verkaufspreises.


Eine stolze Zahl – auf der einen Seite – auf der anderen Seite kann Amazon es sich leisten, solche Gebühren zu verlangen. Und mit der richtigen Strategie und Kalkulation sollten die 15% für dich auch nicht so schlimm sein.



Alle diese Themen benötigen genügend Zeit und meist Strategie, um erfolgreich umgesetzt zu werden. Wir können dir bei allen Punkten behilflich sein und verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung anbieten. Schau dazu gerne unter www.online-performance-consulting.de vorbei und vereinbare doch ein kostenloses Gespräch – dann können wir genauer darüber reden.


Deinen Seller Central Account kannst du unter www.services.amazon.de erstellen.



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